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LH-Stv. Dr. Wilfried Haslauer
Jahresausblick 2012


LH-Stv. Dr. Wilfried Haslauer:
Wiederentdeckung des Pioniergeistes

Mit dem „Jahresausblick 2012“ von LH- Stv. Dr. Wilfried Haslauer startete der management club Salzburg sein Clubjahr vor ca. 150 Mitgliedern im gläsernen Ausstellungsraum von Salzbugs ältestem BMW-Händler, der Wolfgang Denzel Auto AG.

 

In Haslauers Vision für den Standort Salzburg stehen an erster Stelle Qualität und Innovation im Mittelpunkt: „Der Wirtschaftsstandort Salzburg muss in jeder Hinsicht für Qualität, für Fortschritt und für hervorragende Lebens- und Arbeitsbedingungen stehen. Wir wollen die beste und attraktivste Region zum Leben und Arbeiten in Europa sein. Die Salzburger sollen stolz auf ihr Land sein und ihre Lebensstrukturen aktiv mit gestalten. Wir wollen nicht die Masse. 

Die Stärke unserer mittelständischen Betriebe und der vielfach von Unternehmerfamilien geführten heimischen Industrie sind innovative und qualitativ hochstehende Produkte. Es gilt die Themen Wissen, Innovation, Nachhaltigkeit und Fachkräfte zu stützen und weiter auszubauen.“

Sicherheit contra Dynamik Haslauer sprach sich vehement aus gegen amerikanische Bilanzierungsmethoden und gegen politische Bestrebungen Länderkompetenzen zugunsten zentralistischer Verwaltungs-maßnahmen aufzugeben: „Auch in dieser krisengeschüttelten Zeit dürfen wir Sicherheitsdenken nicht zu Lasten von Dynamik eintauschen. Gerade in Österreich bieten wirtschaftspolitische und gesellschaftliche Einbindungen in regionale Strukturen den Menschen oftmals noch die einzige sichere Verankerung gegen globale Crashs und Konsummacht. Deshalb müssen wir alle den Begriff Verantwortung neu definieren. Wir dürfen uns unsere Freiheit aus eigener Kraft Wohlstand zu erarbeiten nicht nehmen lassen.

Menschen, die etwas aus ihrem Leben machen wollen, dürfen in ihrer unternehmerischen Freiheit nicht beschnitten werden.“ Gerade wegen eines hohen Versorgungszustandes gelte es, so Haslauer, wieder einen Pioniergeist für Neues in sich zu wecken. „Wir alle müssen selbst krisenfest werden, unsere Strukturen fit halten, fleißig sein und den richtigen Geist haben. Im Gegenzug darf die Politik Erworbenes nicht mehrfach besteuern – dafür müssen wir kämpfen und die Bereitschaft haben uns einzumischen.“

Für die in einer knapp 70seitigen Broschüre dargestellte wirtschaftspolitische Neuausrichtung des Landes Salzburg wurden globale Trends und neue Rahmenvorgaben auf europäischer und nationaler Ebene analysiert und mittel- und langfristige Strategien erarbeitet. Das Programm spricht mehrere Politikbereiche auf regionaler Ebene, wie Raumordnungs-, Verkehrs- und Energiepolitik, aber auch Themen auf Bundesebene an. Aus diesem Grund waren bei der Erarbeitung und Diskussionsprozessen vor allem Interessenvertretungen, Unternehmer und ihre Mitarbeiter zur wirtschaftspolitischen Neuausrichtung Salzburgs eingebunden.