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Eurokrise
MC Tirol begrüßt Univ-Prof. Dr. Christian Smekal


Veranstaltung Der letzte Mittagsbrunch 2011 des Management Club Tirol im Cafe Sacher in Innsbruck steht ganz in Zeichen der Ökonomie. MC Obmann Helmut Lutz darf als Vortragenden Univ.-Prof. Dr. Christian Smekal begrüßen. Als Professor für Finanzwissenschaften beschäftigt sich Smekal vor allem mit der Frage „Was haben die Ökonomen falsch gemacht?“ Christian Smekal verweist bei der Wirtschaftswissenschaft vor allem auf eine starres System der Berechnung. Daraus resultierend sind Prognosen doch zahlreichen Fehlerquellen unterworfen. Ein besonderer Schwerpunkt bildet die Währungsunion und die Beschlüsse beim EU Gipfel am 10.12.2011 zur Gründung einer Fiskalunion. Laut Christian Smekal hätte rechtlich die Währungsunion nicht gegründet werden dürfen.

Kritik wird auch an den Maatstrich-Verträgen geübt. Der Stabilitäts- und Wachstumspakt fordert im Wesentlichen, dass im Zusammenhang mit dem Euro die Mitgliedsstaaten in wirtschaftlich normalen Zeiten einen annähernd ausgeglichenen Staatshaushalt sowie eine Begrenzung ihrer öffentlichen Verschuldung beachten. Eine Nichtbeachtung führt aber zu keinen Konsequenzen für den jeweiligen Staat. Beim Brüsseler Gipfel zur Lösung der Staatsschuldenkrise im Euroraum beschlossen in der Nacht zum 9. Dezember 2011 17 Euro-Länder und neun weitere EU-Staaten, die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion (EWU) zu einer Fiskalunion auszubauen, die unter anderem eine Schuldenbremse sowie automatische Sanktionen für „Haushaltssünder“ vorsieht.

Großbritannien will als einziges EU-Mitglied nicht der Fiskalunion beitreten. Großbritannien nimmt innerhalb der EWU eine Sonderrolle ein, da es zusammen mit Dänemark 1992 im Vertrag von Maastricht eine Ausnahmeregelung („Opt-out“) vereinbart hat, die es von der Verpflichtung, den Euro einzuführen, befreit. Unter diesem Aspekt sind auch die Bestrebungen der Bundesregierung hinsichtlich der Verankerung der Schuldenbremse in der Verfassung auf nationaler Ebene zu sehen, bekanntlich wurde die Schuldenbremse am 7. Dezember 2011 im Nationalrat mit einfacher Mehrheit im Bundeshaushaltsgesetz beschlossen.

Dr. Christian Smekal , 1937 in Seefeld/Tirol geboren, besuchte zunächst das Gymnasium "Stella Matutina" in Feldkirch und absolvierte dann eine Kaufmännische Lehre in Hamburg. 1958 begann er das Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Innsbruck, das er 1961 als Diplom-Volkswirt abschloss. Diesem folgte, ebenfalls in Innsbruck, die Promotion zum Dr.rer.oec im November 1963. 1968 habilitierte sich Smekal für das Fach ‚Finanzwissenschaft’. Schon während seines Studiums war er wissenschaftlicher Assistent am Institut für Wirtschaftswissenschaften.

1970 wurde Christian Smekal zum außerordentlichen Professor und 1972 zum ordentlichen Professor für Finanzwissenschaft am gleichnamigen Institut der LFU Innsbruck, dem er auch mehrfach als Vorstand diente. Von 1979 bis 1981 war er Dekan der SoWi-Fakultät, von 1995 bis 1999 stand er der Universität Innsbruck als Rektor vor und von 2003 bis 2005 war er Vorsitzender des Senates. Daneben ist er Mitglied zahlreicher wissenschaftlicher Gremien und Beiräte.

Wissenschaftler Neben seinem Beruf als Wissenschaftler betätigte er sich auch als längjähriger Vorsitzender des Österreichischen Alpenvereins und war Mitglied des Tiroler Landessportrats, des Tiroler Landesinstituts und der Raumordnungskonferenz des Landes Tirol sowie stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der Hypo Tirol Bank. Christian Smekal wurde in Anerkennung seiner besonderen Verdienste mehrfach ausgezeichnet. 1996 erhielt er das Goldene Ehrenzeichen der Diözese Innsbruck. 1997 wurde Smekal das Ehrenzeichen des Landes Tirol verliehen und im Jahr 2000 das Verdienstkreuz der Landeshauptstadt Innsbruck.