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Österreich will Kurswechsel:
97 Prozent für Schulreform


Die neue österreichweite mc-Umfrage zum Thema Schulverwaltung deckt akuten Handlungsbedarf im Bildungsbereich auf. 97 Prozent der Führungskräfte sprechen sich klar für eine Schulverwaltungsreform aus. Mehr noch: Für 87 Prozent entwickelt sich das Schulsystem in die falsche Richtung und 85 Prozent sind der Meinung, dass österreichische Schulen nicht für die Bedürfnisse des Berufslebens ausbilden. "Die aktuelle Umfrage zeigt eindeutig, dass Österreich überreif ist, was einen Kurswechsel in der Bildungspolitik betrifft", weiß mc-Präsident Herbert Paierl.

Schluss mit Reformblockaden. 90,7 Prozent der Führungskräfte sehen die Lehrergewerkschaft als Reformblockierer. Ein unhaltbarer Zustand, zumal 67 Prozent der Führungskräfte überzeugt sind, dass die Qualität von Schulabgängern in den letzten Jahren schlechter geworden ist. "Jetzt muss ein Umdenken im gesamten österreichischen Bildungsbereich stattfinden, um unsere Zukunftschancen langfristig zu sichern. Die Zahlen der mc-Umfrage sehe ich als Handlungsauftrag der Prioritätsstufe eins", so Herbert Paierl.

Kehrtwende in der Bildung. Neben 250 Mitgliedern hat der management club auch 500 Eltern schulpflichtiger Kinder befragt und das Ergebnis ist nicht minder aufrüttelnd: 87 Prozent der befragten Eltern sprechen sich für eine Reform des Schulwesens aus und für mehr als die Hälfte entwickelt sich das Schulsystem in die falsche Richtung. "Schluss mit Schadensbegrenzung - wir müssen die Ursachen angehen. Diskussionen um Sitzenbleiben und eine boomende Nachhilfeindustrie sind Konsequenzen eines verkorksten Bildungssystems, erklären aber nicht die Ursachen", meint der mc-Präsident und fordert eine Kehrt wende in der Bildungspolitik.

Echte Schulautonomie umsetzen. 82 Prozent der Manager und 79 Prozent der Eltern sind der Meinung, dass höhere Schulautonomie zu einer Verbesserung der Schulqualität führen würde. "Eine vom mc in Auftrag gegebene Studie des Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft (ibw) zeigt anhand internationaler Vergleichsstudien, dass Schulsysteme mit hoher Schulautonomie, deutlich bessere Schülerleistungen hervorbringen als Schulsysteme, die sich bürokratischer Steuerungsstrukturen bedienen", so Paierl. Natürlich bedingt ein höheres Ausmaß an Schulautonomie auch ein neues Aufgabenportfolio der Direktoren und muss daher mit entsprechenden Qualifizierungsmaßnahmen für diese einhergehen, "eine Qualitätsoffensive, die auch im mc-Modell der Schulverwaltung NEU Kernpunkt ist".

Vollständige Umfrageergebnisse finden Sie im Downloadbereich auf dieser Seite oben rechts.