
Wirtschaftsseismograph der
österreichischen Wirtschaft
Der mc-Wirtschaftsseismograph ist eine regelmäßige Umfrage zum österreichischen Wirtschaftsklima, die der mc in Kooperation mit dem Meinungsforscher Peter Hajek durchführt. Erhoben wird das Wirtschaftsklima aus Sicht von Führungskräften österreichischer Unternehmen - den Mitgliedern des management club. Die Ergebnisse werden monatlich im Wirtschaftsmagazin FORMAT publiziert.
Ruhe nach dem Sturm. Sahen die mc-Mitglieder im Mai wegen der Griechenland-Krise noch dunkle Wolken aufziehen, blickten sie im Juni wieder deutlich optimistischer in die Zukunft. Unzufriedenheit herrscht dennoch - und zwar bezüglich der Budget-Konsolidierung der Bundesregierung. Nur 10 Prozent der mc-Mitglieder können der Budgeterstellung nach den Landtagswahlen in der Steiermark (26. September) und Wien (10. Oktober) etwas abgewinnen. Und 77 Prozent teilen nicht die Sorge mancher Wirtschaftsforscher, dass die Sparpakete zu früh kommen und die aufkeimende Erholung abwürgen.
Der Euro im Härtetest. Manager und Unternehmer glauben an die EU-Währung, obwohl der Euro seit der Griechenlandkrise und dem EU-Rettungsschirm in der Höhe von 750 Milliarden Euro an den internationalen Börsen auf Talfahrt ist. Mehr als ein Drittel meint, das sei wegen der billigeren Exporte ein Vorteil für ihr Unternehmen. Und mehr als zwei Drittel glauben, dass die Eurozone in den nächsten Jahren nicht auseinander fällt.
Wirtschaftslage positiv. Rund 86 Prozent der mc-Mitglieder beurteilen die wirtschaftliche Lage ihrer Unternehmen als gut bis befriedigend - nur 14 Prozent sind deutlich skeptischer eingestellt. Ein ähnliches Bild ergibt sich auch beim Ausblick auf die nächsten sechs Monate, sowohl was die wirtschaftliche Entwicklung als auch die Nachfragesituation auf den Märkten betrifft.
Mitarbeiterstand unverändert. Diese Zahlen decken sich übrigens mit anderen Studien in Österreich und Deutschland. Die Entwicklung des Mitarbeiterstandes wird sich wohl in den nächsten Monaten nicht stark verändern, was aber ebenfalls positiv zu sehen ist. Denn eine Erhöhung der Arbeitslosenzahlen würde die Nachfrage wahrscheinlich empfindlich dämpfen.

