
Globalisierungsstudie
2008
Laut Globalisierungsstudie 2008 sind 51,7 Prozent der österreichischen Betriebe international tätig. Die Anzahl der Beschäftigten, die in Unternehmen arbeiten, die international tätig sind, übersteigt zum ersten Mal die Anzahl derer, die in Unternehmen ohne internationale Tätigkeit arbeiten.
International orientiert. Es zeigt sich der Grundsatz: je größer die Unternehmen sind, um so höher ist der Anteil der international tätigen Betriebe. Mit einer Ausnahme: EPU´s und Selbständige sind stärker international orientiert als Betriebe mit bis zu 9 Beschäftigten. Der größte Anteil der internationalen Tätigkeit entfällt auf den Export von Waren und Dienstleistungen, gefolgt vom Import von Vorprodukten für die heimische Fertigung.
Offshoring nimmt zu. Rund 19% der international tätigen Unternehmen haben im Zeitraum 2003 – 2007 Teile ihrer Wertschöpfungskette ins Ausland verlagert (Offshoring). Die Mehrheit der Offshoring-Aktivitäten entfallen auf die Verlagerung von Jobs in der Produktion. Bei rund 9 % waren aber nicht nur Produktionsprozesse, sondern auch der Bereich Forschung und Entwicklung betroffen.
Beschäftigung steigt. Obwohl mit Teilen der Wertschöpfung auch Arbeit ins Ausland verlagert wurde, stieg im Saldo die heimische Beschäftigung bei den international tätigen Unternehmen. Für den Zeitraum 2003-2007 gilt ein Verhältnis von 2,7: d.h. für jeden Job in der Produktion, der aus Österreich verlagert wird, werden 2,7 neue Arbeitsplätze in diesen Unternehmen in Österreich geschaffen. Als Ursache gaben die befragten Entscheidungsträger – wie schon im letzten Jahr - vor allem das gestiegene Wachstum auf Grund der verbesserten Wettbewerbsposition an.
100.000 Arbeitsplätze mehr. In den letzten 5 Jahren sind so durch die Globalisierung in den international tätigen Unternehmen circa 100.000 Arbeitsplätze entstanden. Die Zahl der durch in das Ausland verlagerten Jobs beträgt rund 7.500 Arbeitsplätze pro Jahr (insgesamt ca. 37.500 in den letzten 5 Jahren). Obwohl 22% oder 336.700 Menschen in internationaltätigen Betrieben in Österreich arbeiten, die bereits Offshoring-Aktivitäten gesetzt haben, waren nur 2,4 Prozent der Beschäftigten tatsächlich von Verlagerungen betroffen.

