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Staatsverschuldung steigt
bis 2035 auf 128 Prozent


Die aktuelle Studie des management club zum Thema Staatsschulden zeigt: Wenn jetzt nicht gegengesteuert wird steigt die Staatsverschuldung bis 2035 auf 128 Prozent.

Ausweg: 2% BIP-Überschuss. Soll die Verschuldung bis 2035 wieder 60 Prozent erreichen, müsste Österreich ab 2013 bis 2035 jedes Jahr einen BIP-Überschuss in der Höhe von zwei Prozent erzielen. Das entspräche zum jetzigen Zeitpunkt einer jährlichen Summe von rund sechs Milliarden Euro pro Jahr. Da aber Reformen, wie z.B. in der Schulverwaltung, in den ersten Jahren Geld kosten und Einsparungen erst nach vier, fünf Jahren tragend werden, ist die Regierung jetzt aufgefordert in den wesentlichen Bereichen wie Schule, Gesundheit, Pension und Staatsreform Konzepte zu erarbeiten und rasch umzusetzen.

Was kostet das den Bürger? Durch den Anstieg der Staatsschulden von 161 auf 250 Milliarden Euro (oder auf 80 Prozent des BIP) bis 2013 wird der Zinsaufwand der Staatsschuld von aktuell sechs bis sieben Milliarden Euro auf zehn Milliarden Euro jährlich ansteigen. Das kostet jeden Einwohner statt rund 750 Euro (aktuell) künftig 1.200 Euro pro Jahr, weiß Studienleiter und Ex-WIFO-Chef Helmut Kramer.

JETZT handeln. Gerade jetzt, wo die Taschen leer sind, ist der Zeitpunkt gekommen, wo sich die Politik mit Nachdruck um den öffentlichen Haushalt kümmern muss, denn sonst ist der österreichische Staat bald insolvent. „Mit diesem Druck im Nacken besteht die historische Möglichkeit, dass von politischer Seite her die jahrelang hinausgeschobenen Reformen endlich mutig angepackt, jenseits von Parteigrenzen objektiv beurteilt und umgesetzt werden“, fordert mc-Präsident DI Herbert Paierl.

Im Downloadbereich auf dieser Seite finden Sie die Studie „Längerfristige Perspektiven der öffentlichen Finanzen in Österreich“ von Dr. Helmut Kramer, eine übersichtliche Grafik zum möglichen Anstieg der Staatsschulden Österreichs sowie Medienberichte und ots zum Thema.