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Millionengagen?
Manager unter Generalverdacht


Beim Thema Gehalt stehen Manager zurzeit unter Generalverdacht, ohne jegliche Rechtfertigung Millionengagen kassiert zu haben. Die Realität ist aber eine andere.

Aktuelle Studie. Laut einer aktuellen Studie von Kienbaum verdienen rund 80 Prozent der Führungskräfte zwischen 100.000 und 300.000 Euro im Jahr – erfolgsabhängige Gehaltsbestandteile inklusive.

mc-Position. Der management club fordert:

1. Transparente Gagen. Sowohl Unternehmen im Staatsbesitz als auch börsennotierte Unternehmen müssen die Höhe der Managergehälter für jeden Vorstand aufgegliedert in fixe und variable Teile transparent machen. Der Aufsichtsrat soll gesetzlich dazu verpflichtet werden, die Kriterien der Boni-Vergabe transparent zu machen und den Aktionären vorzulegen. Was sich zwei private Vertragspartner hingegen bezüglich der Höhe miteinander ausmachen, kann nicht Gegenstand einer staatlichen Regulierung sein.

Manager-Umfrage. Für eine transparente Veröffentlichung der fixen und erfolgsabhängigen Vergütungen sprechen sich im Übrigen auch 74 Prozent der österreichischen Manager aus, ergab eine im Auftrag des management club durchgeführte Umfrage unter 503 Führungskräften.

2. Langfristige Wertschöpfung. Unternehmen müssen variable Gehaltsbestandteile weniger an kurzfristige Erfolge und mehr an längerfristige Wertschöpfung, wie Investitionen, F&E-Aktivitäten oder die Fortbildung der Mitarbeiter knüpfen.

3. Kluge Standortpolitik. Wenn wir Führungskräfte mit gedeckelten Managergehältern vertreiben oder von einer Ansiedelung abhalten, haben wir bald keine Manager mehr, die in Österreich tätig sein wollen. Viel mehr müssen wir uns um die besten und klügsten Köpfe für Österreich bemühen und kluge Standortpolitik betreiben.