
Der mc-CYRILL 2010 geht an
Mag. Mario Roznak
Der mc-CYRILL ging dieses Jahr an Ing. Mag. Mario Roznak von der VAE (voestalpine Eisenbahnsysteme) Sofia GmbH in Bulgarien.
Cyrill geht nach Bulgarien. Bereits zum zweiten Mal zeichnete der mc in Kooperation mit Eblinger & Partner und der Tageszeitung Die Presse berufliches Engagement im Osten und Südosten Europas aus. Der mit 5.000 Euro dotierte CYRILL ging diesmal nach Bulgarien, wo der Gewinner Mario Roznak als Geschäftsführer 80 Mitarbeiter bei der voestalpine Eisenbahnsysteme Sofia GmbH verantwortet.
Liebe zum Osten. Die Liebe zu Osteuropa wurde dem Gewinner Roznak bereits in die Wiege gelegt. Als gebürtiger Burgenländer, der an der ungarischen Grenze aufwuchs, konnte er von seinem Zimmerfenster stets einen Blick in das Nachbarland werfen.
Startschuss. 2002 ging Mario Roznak nach Bulgarien, um einen der 40 Firmenstandorte der VAE GmbH zu übernehmen. Die dort beschäftigten Mitarbeiter stammen allesamt aus Bulgarien und werden von der Firma in Schulungen und Seminaren ausgebildet.
Zukunftsaussichten. Der Geschäftsführer der VAE Sofia blickt optimistisch in die Unternehmenszukunft. Trotz Krise kann heuer das NIveau von 2008 wieder erreicht werden. Auf die Frage, ob man als Hersteller von Eisenbahnsystemen - sprich Weichen - überhaupt noch etwas zu tun hätte, wenn erst einmal alle Weichen erneuert wurden, antwortet Roznak zuversichtlich: "Bulgarien ist ein Verkehrsknotenpunkt, man denke nur an die Strecken vom schwarzen Meer an den Bosporus, an die Ägäis, nach Thessaloniki oder die historische Strecke des Orient Expresses."
Ländervergleich. Da in den letzten 20 Jahren nichts in die bulgarische Infrastruktur investiert wurde, sieht der VAE-Geschäftsführer "riesiges Potenzial". Mehr noch: "Machen wir einen Ländervergleich. Die ÖBB tauscht pro Jahr 400 Weichen aus. In Bulgarien sprechen wir noch nicht einmal von regelmäßiger Erneuerung. Alleine die Sanierung ist genug Arbeit für die nächsten 20 Jahre."
Hintergrund. Die Entstehungsgeschichte des CYRILL fand vor zwei Jahren im Rahmen des mc-Europafrühstücks in Alpbach ihren Beginn, als sich das aktuelle Team des management club bei mc-Gründer Erhard Busek in Form eines nach ihm benannten Preises bedanken wollte. Busek übernahm die Schirmherrschaft über den mit 5.000 Euro dotierten Preis, bat aber, sich einen anderen Namen für den Preis auszudenken. Aufgrund Buseks langjährigem Engagement in Südosteuropa wurde der Heilige Cyrill Namensgeber für den Award. Als Apostel der Slawen und Patron von Europa und aller slawischen Völker, erschien "CYRILL" als überaus geeigneter Name, um Engagement in Südosteuropa auszuzeichnen.


