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Schulautonomie: Nein zu
Verländerung


Das österreichische Bildungssystem braucht Schulautonomie, einheitliche Bildungsstandards und unabhängige Qualitätskontrolle.

Gegen Verländerung. Der management club steht einer Verländerung des Schulsystems skeptisch gegenüber. Denn ein verstärkter Länderzugriff kann Reformprozesse erschweren und Schulautonomie verhindern.

Die besten Köpfe. mc-Präsident Herbert Paierl konkretisiert: "Schulebene ist nicht gleich Landesebene. Sämtliche Personalentscheidungen müssen in Zukunft auf Schulebene vom jeweiligen Direktor getroffen werden. Dieser muss sich die besten Köpfe für sein Unternehmen Schule aussuchen können."

Bildungsfürstentümer. Künftig sollen Lehrer- und Direktorenbestellungen nach klaren Qualitätskriterien und nicht nach Parteibuch erfolgen. "Ist das nicht gewährleistet, haben wir statt der gewünschten Schulautonomie eine Länderautonomie eingeführt und der Bund sieht sich neun Bildungsfürstentümern gegenüber", warnt Herbert Paierl.

Landesebene abschaffen. Im mc-Schulverwaltungsmodell ist die Schule erstmalig Dreh- und Angelpunkt des gesamten Bildungssystems. Schul- und Regionalebene erfahren massive Stärkung. "Die Bundesebene übernimmt verstärkt strategische Aufgaben und die Landesebene gehört schlichtweg abgeschafft", fordert der mc-Präsident.

Das mc-Modell einer neuen Schulverwaltung finden Sie auf dieser Seite zum Downloaden.



2 Kommentare:
Von: Elisabeth Berger am 15.09.2010 um 10:48
Die Verländerung ist strikt abzulehnen - eine mehr Autonomie für Direktoren zu befürworten, allerdings nur, wenn sie in Hinkunft nach objektiven Kritreien und nicht nach Parteizugehörigkeit bestellt werden!
Von: Paul Kral am 08.09.2010 um 12:11
Die Bildungsdiskussion läuft aus dem Ruder. Es geht noch IMMER um Schüler/innen und deren Kompetenzen für Gesellschaft und Wirtschaft Österreichs. Bildung ist kein Basar oder Selbstbedienungsladen für Tagespolitik. Schulautonomie ist nur ein Eckpfeiler einer „lebendigen“ – „lebenden“ – „lernenden“ Schule. Vier Eckpunkte spannen das Arbeitsfeld einer „lebendigen“ – „lebenden“ – „lernenden“ Schule auf: • Autonomie: Autonomie bedeutet, die eigenen inneren Angelegenheiten der Schule unabhängig von anderen Machteinflüssen in Zusammenarbeit mit den Schulpartnern und den gesetzlichen Rahmenbedingungen zu gestalten. • Dynamische Balance: Dynamische Balance bedeutet, dass Schule stets in Bewegung, in Konnex mit ihren Umwelten steht – von dort Impulse erhält und Impulse erzeugt. Stabilität und Veränderung, Nähe und Distanz werden ausbalanciert. • Lebendiges Lernen: Lebendiges Lernen meint, Owner der eigenen Lernprozesse zu sein, individuell maßgeschneidert zu lernen, kollaborativ im Sinne von Lernnetzwerken befähigt werden und professionalisiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen „State of the Art“. • Aufgaben(Macht)teilung: Aufgaben(Macht)teilung bedeutet die klare Zuordnung von Kompetenzen: Gesetzgebung, Ausführung und Rechenschaftspflicht (als ein demokratisches Prinzip, das vergleichbar wie auf den Grundpfeilern der Gewal-tenteilung im Staat aufbaut). Daher ist Schule Bundessache – einer Holding vergleichbar, die die zu erreichende Ziele und Mittel vorgibt. Der Schulstandort setzt die Bildungsziele um. Die Rechenschaftspflicht wird durch die Schulbilanz (materielles Vermögen) und die Wissensbilanz (immateriellen Vermögen) erfüllt. Die dynamische Balance als „Motor“ einer Schule (ich denke dabei an die BSC bzw. Balanced Education Scorecard) ist ein Weg, Schule zu verändern und erfolgreich für Schüler/innen zu gestalten. Ein KLARES NEIN zur Verländerung des Bildungswesens.