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StandortRADAR
Bundesländer-Ranking 2008


Der mc-StandortRADAR unterzieht die Bundesländer regelmäßig einem Leistungscheck. Das Ergebnis 2008: Trotz Wirtschaftskrise finden sich stabile Top-Performer unter den Bundesländern.

Wettbewerb wird schärfer. "Der Wettbewerb wird sich verschärfen und wer glaubt, dass die krisenhafte Entwicklung und staatliche Hilfspakete den Standortwettbewerb dämpfen, hat sich getäuscht", sagt mc-Präsident DI Herbert Paierl anlässlich der heutigen Präsentation des StandortRADAR 2008 im management club. Bereits zum vierten Mal unterzieht der StandortRADAR Österreichs Bundesländer einem Leistungscheck, indem er aktuelle Wirtschaftsdaten von STATISTIK AUSTRIA, AMS und WKÖ mit den Ergebnissen aus Tiefenbefragungen von Entscheidungsträgern aus Wirtschaft und Politik verknüpft.

Klare Ergebnisse. "Vergleicht man die heurigen Ergebnisse mit der Bundesländerauswertung für 2007, so hat sich Kärnten am stärksten gesteigert. Das Kärntner Gesamtergebnis liegt 2008 um 5,2 Indexpunkte über dem Vorjahresergebnis. Die Standortqualität von Tirol wurde heuer um +2 Punkte, Salzburg (+1,4 Punkte), Oberösterreich (+1,3 Punkte) und Niederösterreich um +0,9 Indexpunkte besser bewertet, als noch im letzten Jahr", so Studienleiter Florian Schwillinsky.

Gute Gründe für Spitzenperformance. "In der Differenziertheit sieht man gute Gründe, warum die Einen an der Spitze performen, während die Anderen nicht mitkommen", so Paierl. Investitionen in Forschung & Entwicklung, die Höhe der Abgaben, Energiekosten und Unternehmerfreundlichkeit seien Faktoren, die klar über Ranking-Aufstieg und –Abstieg entscheiden.

Eindeutige Dynamik. "Im Ergebnis ist eine eindeutige Dynamik zu erkennen, die sich in einer starken Veränderung der Daten von vor dem Finanzkollaps im Vergleich zu jenen nach dem Kollaps niederschlägt. Die Gewinner Oberösterreich und Niederösterreich auf der einen Seite und die kritisch zu beobachtenden Bundesländer Wien und Steiermark auf der anderen", weiß Paierl.

Stimmungskiller Finanzkrise? Generell werde den Leuten langsam klar, dass es nach dem Finanzkollaps nicht so weitergehen wird wie bisher, "das beeinflusst die Stimmung stark", weiß der mc-Präsident. "Für den StandortRADAR befragen wir jedes Jahr im Frühjahr, Sommer und Herbst Entscheidungsträger der österreichischen Wirtschaft. In ‚normalen’ Jahren verstärkt sich meist der Trend aus der Frühjahrsbefragung in den folgenden beiden Befragungen. 2008 war das nicht so. Seit dem Sommer konnte beinahe wöchentlich eine Verschlechterung im Meinungsbild beobachtet werden", erläutert Schwillinsky.

Keine Panik. "Wir wollen weder Angst machen, noch jemanden abkanzeln, denn jetzt braucht das Land keine Verkünder des Desasters, sondern Träger des Lichts", meint der mc-Präsident. "Der StandortRADAR liefert Hinweise und Signale. Die Erfolgsgeheimnisse der Spitzenperformer können den schlechter gereihten von Nutzen sein".