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StandortRADAR
Bundesländer-Ranking 2009


Diesmal wurden die Ergebnisse der mc-StandortRADAR stark von der Wirtschaftskrise beeinflusst, wodurch das Wettbewerbsfeld so stark wie noch nie zusammengeschoben wurde. Dennoch lassen sich Gewinner und Verlierer identifizieren: Die Steiermark ist mit einem Plus von 5,04 Indexpunkten klarer Aufsteiger, während Wien mit einem Minus von 2,74 Indexpunkten seine Wachstumsschwäche noch verstärkte.

Aufsteiger Steiermark. Die stark exportabhängigen Betriebe in der Steiermark befinden sich nach Einschätzung der befragten Manager und verknüpft mit den aktuellen Wachstumszahlen am Weg aus der Krise. Die Konzentration auf Forschung & Entwicklung und die international aufgestellten Betriebe konnten die Auswirkungen der Krise zwar nicht verhindern, beschleunigen das Wachstum am Wirtschaftsstandort Steiermark stärker als in anderen Bundesländern. Insgesamt konnte die Steiermark ihr Gesamtergebnis um 5 Indexpunkte im Vergleich zum Vorjahr steigern. Das ist die stärkste Verbesserung eines Bundeslandes im aktuellen StandortRADAR.

Absteiger Wien. Die Wirtschafts- und Finanzkrise verschärft die wirtschaftliche Wachstumsschwäche der letzten Jahre in der Bundeshauptstadt weiter. Von den sieben Teilbereichen des StandortRADAR (Wachstum, Arbeitsmarkt, Wohlstand, Wissen, Kosten, Wirtschaftsfreundlichkeit und „weiche“ Standortfaktoren) wurde Wien in fünf Teilbereichen erneut schlechter als im Vorjahr bewertet. Lediglich in den Bereichen Wohlstand (+2,17 Punkte) und Wachstum (+1,32 Punkte) konnte Wien zulegen. In Summe aller Teilbereiche verliert Wien -2,74 Indexpunkte gegenüber dem Vorjahresergebnis. Das ist die größte Verschlechterung einer regionalen Volkswirtschaft in diesem StandortRADAR.

OÖ: Platz 1 trotz Verlusten. Oberösterreich kann trotz Punkteverlusten (-70 Einzelpunkte) gegenüber dem letzten Jahr den ersten Platz im StanortRADAR verteidigen. Betrug Oberösterreichs Vorsprung auf den Durchschnitt aller Bundesländer 2008 noch 12 Prozent, so verringerte er sich 2009 weiter auf 11 Prozent. In der Gesamtwertung nach 26 Teilindikatoren beträgt der Abstand auf Niederösterreich (2. Platz im aktuellen standortRADAR ) aber noch immer respektable 6 Indexpunkte. Trotz Wirtschaftskrise und steigender Arbeitslosigkeit hält Oberösterreich seine beiden Spitzenplätze bei „Wirtschaftswachstum“ und „Arbeitsmarkt“.

NÖ: Platz 2 für Top-Standort. Nach 2008 konnte Niederösterreich auch heuer wieder den ersten Platz beim Teilindex „Wirtschaftsfreundlichkeit“ des StandortRADARs erreichen. Das besondere Eingehen der Verwaltung auf die Probleme der Wirtschaftstreibenden bringt dem Land erneut die Top-Platzierung in diesem Bereich. Auch beim Teilbereich „Wissen“, der sich aus der Bewertung für den Forschungsstandort, der Weiterbildung und dem Fachkräftepotential zusammensetzt, erreicht Niederösterreich den 1. Platz unter den neun Österreichischen Bundesländern. In der Gesamtwertung nach 26 Einzelindikatoren aus Statistikwerten und Befragungsdaten konnte Niederösterreich seinen zweiten Platz hinter Oberösterreich verteidigen.

T: Platz 3 für hohe Qualität. Tirol konnte den guten dritten Platz aus dem Vorjahr halten. Zusammen mit den Managern aus Niederösterreich glauben die Tiroler an eine rasche Verbesserung der Beschäftigungssituation in ihrem Bundesland. Das bringt beiden den ersten Platz bei der Einzelwertung „Zukunft Arbeitsmarkt“. In allen vier Einzelwertungen zum Teilindex der „weichen“ Standortfaktoren (Lebensqualität, Qualität der Ausbildungseinrichtungen, Freizeit und Image) ist Tirol als einziges Land unter den besten drei Bundesländern. Am höchsten schätzen die Tiroler Manager die Lebensqualität und die Freizeitmöglichkeiten an ihrem Standort ein.

Mehr Infos und alle Details zu den restlichen Platzierungen finden Sie im aktuellen StandortRADAR, den Sie auf dieser Seite bequem per Mausklick downloaden können.