
mc-Wirtschaftsbarometer:
Stabil auf niedrigem Niveau
Die Lage bei den Unternehmen hat sich stabilisiert, der Abwärtstrend ist vorerst gestoppt, was nicht heißt, dass es nicht weiter hinunter gehen kann. 41 Prozent der Mitglieder des managementclubs sehen Ihr Unternehmen gegenwärtig wirtschaftlich gut positioniert, nur 7 Prozent meinen, dass die derzeitige wirtschaftliche Performance schlecht wäre.
Günstige Entwicklung. Auch der Ausblick für die nächste sechs Monate hat sich etwas aufgehellt. 15 Prozent sehen eine günstige Entwicklung kommen, im November des Vorjahres waren es nur 9 Prozent. 64 Prozent erwarten eine gleich bleibende Entwicklung, was aus heutiger Sicht schon als sehr positiv zu werten wäre. 21 Prozent sehen schwarz für die nächsten sechs Monate, im November waren es 23 Prozent. Dass sich die Stimmung aber etwas aufbessert zeigt ein Vergleich mit dem Oktober 2011, damals attestierten noch 39 Prozent eine negative Entwicklung.
Jobsektor stabil. Auch der Rückblick auf die letzten sechs Monate ist durchaus erfreulich, wenngleich nicht zu Jubelstürmen anregend. Die Nachfragesituation ist nach wie vor in einer Abschwungphase – 26 Prozent sehen heute Verbesserungen im letzten Halbjahr, im April 2011 gaben dies noch 50 Prozent (!) der Befragten an – jedoch hat sich diese deutlich verlangsamt. Auffallend für Österreich: Der Jobsektor scheint weiter stabil zu sein, ein Viertel der Unternehmen überlegt sogar neue Leute einzustellen.
Ausgabenseitige Einsparungen. Ginge es nach den Managern würde Ausgabenseitig und quer Beet und damit auch sozial gerecht gespart werden – und zwar bei Verwaltung, Pensionen, ÖBB, und Landwirtschaft. Das wären die Top-Positionen, wo auch nach Berichten des Rechnungshofs einiges an Potential zu holen wäre. Es ist aber nicht so, dass die Befragten die gut Verdienenden aus der Verantwortung entlassen würden. Ein Streichung der Begünstigungen von 13. Und 14. Gehalt für Spitzenverdiener folgt auf den vorderen Rängen.


