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Kehrtwende in Sachen Bildung:
Höchste Zeit für Schulreform!


"Österreich leistet sich im internationalen Vergleich eines der teuersten Schulsysteme! Das traurige Ergebnis: unter- bis durchschnittliche Leistungen unserer Schüler. So kann es nicht weitergehen", fordert mc-Präsident Herbert Paierl im Rahmen der Alpbacher Reformgespräche.

Massives Effizienzproblem. Für das massive Effizienzproblem der österreichischen Schulverwaltung sind einerseits die vielen Verwaltungsebenen (Bundes-, Landes-, Bezirks- und Schulebene) verantwortlich, andererseits kann man anhand der PISA-Ergebnisse einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen fehlender Schulautonomie und vergleichsweise schwachen Leistungen der Schüler erkennen.

Riesiges Einsparungspotenzial. Am Beispiel des Schulsystems zeigt sich klar, dass Reformen der österreichischen Verwaltung gerade in Finanzierungsfragen entscheidend sein werden. "Das alte Schulverwaltungsmodell Österreichs strotzt vor Doppelgleisigkeiten und Ineffizienz und ist schwer reformbedürftig", ortet Paierl im öffentlichen Sektor "riesiges monetäres Einsparungspotenzial.

Stärkung der Schulebene. Grundidee der neuen Schulverwaltung ist, dass die Bundesebene die Rahmenbedingungen definiert, die Ausführungsagenden aber vor Ort - nämlich auf Schulebene angesiedelt sind. Damit wird ein deutlicher Ausbau der Schulautonomie erreicht. Daneben soll eine ausgelagerte Bundesagentur für Systemmonitoring etabliert werden, die für externe Systemkontrolle sorgt. Der regionalen Ebene kommen Koordinierungsaufgaben zu.

Einsparung: € 1 Mrd. pro Jahr. Mehrfachkompetenzen und Parallelstrukturen des aktuellen Systems werden schlichtweg abgeschafft und somit durch Verwaltungsabbau und die damit einhergehende Effizienzsteigerung ein geschätztes Einsparungspotenzial von rund einer Milliarde Euro pro Jahr erreicht!

Politisches Postenschachern. Die Politik soll künftig nur mehr die Rahmenbedingungen des Schulsystems erstellen, aber nicht die gängige Praxis der Postenvergabe nach politischen Gesichtspunkten weiterführen. Neben Landesschulräten und -ämtern wird im mc-Modell einer neuen Schulverwaltung auch auf Schulinspektion in der heutigen Form, auf Bildung als Kapitel der Finanzausgleichsverhandlungen und auf zentral/regional administrierte Zuweisung von Lehrpersonal an konkrete Schulen verzichtet.



1 Kommentar:
Von: Alexandra Ritter am 04.09.2009 um 21:17
Das Bildungssystem ist nicht nur seitens der Verwaltung aufzurollen, sondern auch im grundsätzlichen Bereich des Gegenständekanons, der Stundeneinteilung, der Altersgruppenabgrenzung....hier gilt es zu diskutieren- nicht nur mit Lehrern und der Gewerkschaft, denn es ist dieZukunft unserer Gesellschaft und die Eingliederung der jungen Menschen in die Werte einer Gemeinschaft was eine Gesellschaft stark macht. Ich wäre sofort bei einer Bildungsgruppe dabei, die verantwortlich ist für die nächsten Generationen vorzudenken und nicht gekettet an alte Strukturen zaghaft eine Schraube um 2° zu drehen. Nur wer Großes denkt, vermag zu bewegen.