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Das neue mc-Buch:
Reformen ohne Tabu


Im neuen mc-Buch "Reformen ohne Tabu" skizzieren 23 Autoren in 95 Thesen in welche Richtung Reformen und Veränderungen für die Zukunftsfähigkeit Österreichs gehen können.

Ihre These für Österreich. Der 183 Seiten starke Sammelband der Herausgeber Herbert Paierl und Markus Heingärtner erschien im Mai 2011 im Molden Verlag und ist für 19,95 Euro im gut sortierten Buchhandel zu erwerben. Das Buch ist Auftakt einer breit angelegten Reformdebatte, zu der alle Österreicherinnen und Österreicher herzlich eingeladen sind. Die Reformideen der Experten können bewertet und kommentiert werden. Darüber hinaus besteht aber auch die Möglichkeit eigene Thesen für Österreich zu veröffentlichen und sie zur Diskussion zu stellen. Unter www.reformenohnetabu.at kann jeder Interessierte Initiative für Österreich ergreifen! Ein Auszug der Ideen:

Herbert Paierl Manager, Ex-Landesrat: "Unternehmer brauchen keine staatliche Karotte vor der Nase. Alle Wirtschaftsförderungen sind abzuschaffen, in mindestens demselben Maß werden Unternehmenssteuern gesenkt."

Claus Raidl  Präsident der Nationalbank: "Landeshauptleute sollen direkt gewählt werden, dazu statt des Landtages ein Aufsichtsorgan zu deren Kontrolle. Der Landeshauptmann sucht sich ein Führungsteam und organisiert damit die Verwaltung. Die Gesetzgebung übernimmt zur Gänze der Bund."

Eva Pichler Ökonomin: "Wenn Sozialjahr, dann für die Frühpensionisten, nicht für die Jungen."

Leopold Stieger Personalentwickler: "Unternehmen werden mit Älteren anders umgehen müssen, denn den Fachkräftemangel durch Migration zu beseitigen, wird sich nicht erfüllen. Eine Wirtschaft ohne Ältere ist eine kastrierte Wirtschaft."

Helmut Kramer Ex-WIFO-Chef: "Die handwerkliche Schleißigkeit, Erbärmlichkeit und Ambitionslosigkeit dessen, was uns als Politik geboten wird, muss überwunden werden. Die Regierung braucht einen Rat aus anerkannten Wissenschaftlern."



1 Kommentar:
Von: Paul Kral am 23.05.2011 um 18:37
Ich habe mir die Thesen - vor allem die zur Bildung - angesehen. Ja zum VERÄNDERN ohne Tabus: "Never waste a good crisis." Gerade in einer Zeit, wo(bildungs)politische Fortschritte ohnedies nur erzielt werden können, wenn der Druck groß genug ist, könnte die jetzige Krise die Chance sein, tiefgreifende Entscheidungen zu fällen, die schon lange anstehen. Die Betonung auf "KÖNNTE" ist jedoch durch "JUST DO IT! NOW!" zu ersetzen. Wie befassen wir uns als Individuen mit einer Krise? In der Regel wollen wir sie bewältigen. Wir nutzen alle Energie, die wir haben, um aus dieser Situation wieder herauszukommen. In Schocksituationen gibt es aber auch Lähmung oder das Leugnen der Sachlage. Ähnlich sieht das im Bildungsbereich aus, der in die Krise geraten ist. Nur verhindert das Leugnen die Notwendigkeit einer tiefgreifenden Veränderung. Die bisherigen Korrekturen gehen nicht die Ursachen an. Verändern wir nur die Sitzordnung auf der Titanic? Peter Drucker dazu: „Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen ist, sie zu erschaffen.“ Eine gute Voraussetzung hierfür ist die Fähigkeit, mit Paradoxie und Zweideutigkeit umgehen zu können: Gleichzeitig in der Lage zu sein, auf Basis von gesichertem Wissen zu handeln und parallel offen dafür sein, etwas gänzlich Neues zu lernen. Übersetzt heißt das, herauszufinden, was wir bewahren und was wir verändern wollen. Unser Bildungswesen verdient einen gelingenden Change für die Zukunft unserer Jugend.