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Trialog:
"Zuwanderung jetzt!"


Zuwanderung von qualifizierten Arbeitskräften stellt eine große Herausforderung für die Zukunft der österreichischen Wirtschaft dar. Univ.-Doz. Dr. Gottfried Liedl und DI Herbert Paierl erörterten beim "Trialog", einer Veranstaltung des management club, GPK und der Wiener Zeitung, Spielregeln und Möglichkeiten dafür.

Sachliche Gesprächsbasis. DI Herbert Paierl, Präsident des management club, forderte von allen Seiten eine "sachliche Gesprächsbasis und keine aufgeheizten und ideologisch verbrannten Diskussionen. Integration sollte daher nicht auf Einzelschicksale und medienwirksame Geschichten reduziert werden. Dadurch ist keinem geholfen, auch nicht den betroffenen Personen. Nur ein offenes, faires und transparentes System, das von der Politik getragen wird, kann die zukünftigen Probleme lösen."

Lebensstandard halten. Um die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes aufrecht zu erhalten, braucht Österreich mehr Fachkräfte. Momentan sind im europäischen Durchschnitt nur 5% der Einwanderer qualifizierte Arbeitnehmer, in den USA liegt diese Quote bei 55%. "Qualifizierte Zuwanderung sollte nicht, sie muss stattfinden!" fordert der management club Präsident. "Wenn wir da nicht aufspringen, wird es uns nicht gelingen, den Lebensstandard, den wir jetzt praktizieren, halten zu können."

Modell Nordamerika. Im Vergleich zu Nordamerika kann Europa im Bezug auf Zuwanderung noch viel lernen: "Die Einwanderung nach Kanada ist zwar am Anfang schwierig und mit vielen Auflagen versehen, danach wird man aber von allen öffentlichen Stellen serviciert. Man fühlt sich willkommen," so Paierl weiter. Auch Liedl bestätigt diese Erfahrungen. Der Grund dafür ist eine systematische Zuwanderungspolitik, die von der Bevölkerung auch akzeptiert und geschätzt werde.

Durchlässige Modelle. "Es ist ein positives Reagieren auf den erwünschten Zuwanderer". Für Liedl macht ein Blick in die Vergangenheit deutlich: "Die Geschichte gibt jenen Ländern Recht, die über durchlässige Integrationsmodelle verfügen, das heißt die sowohl politisch, kulturell als auch wirtschaftlich durchlässig, also offen sind. Ideologische Ausschließlichkeitskriterien waren hingegen nie von Erfolg gekrönt."